Warum sieht das gut aus?

Die Doppelseite einer Broschüre oder eines Magazins wird immer als Ganzes wahrgenommen. Meine persönliche berufliche Intention spielt sich gerade hier am meisten ab. Die Verknüpfung von Text und Bild zu einem eigenständigen Leseerlebnis. Ein Magazin lebt vom Rhythmus beim Blättern. Doppelseiten können unterschiedlich gestaltet sein. Bilder nehmen die tragende Rolle ein. Schrift und Raster geben das Grundgerüst vor. Der Inhalt der Redaktion dagegen die Textmenge.

Ich zeige hier eine Doppelseite aus dem Reisemagazin Reiseträume Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 2011. Es ist der Einstiegsartikel und zeigt eine Aussicht auf die bevorstehende Landesausstellung. Das Bildmaterial ist ein Exponat aus der Ausstellung.

Im Aufbau der Gestaltung sehe ich optische Linien im Foto. Hier beginnt meine Verknüpfung von Text und Bild. So schaffe ich Vorraussetzungen für eine harmonische Einheit. Sozusagen formale Interessen zwischen Foto und Typolayout darstellen.

Die Harmonie wird weitergeführt, indem ich Farben aus dem Bild für das Layout und die Textauszeichnung übernehme.

Ein Foto zeigt nicht nur Form und Farbe, es sagt auch etwas aus. Dieses Sprechen eines Fotos mit dem Betrachter kann ich auch in der Gestaltung widerspiegeln. Nicht alles, aber ich kann es zumindest optisch unterstützen. Beim Aufbau der Seite spürte ich mehr und mehr, dass die „große“ weiße Fläche dem Ganzen guttut. Im Nachhinein ist es nämlich ein gelungener Pendant zum Abbild des zerstörten Pompeji.

Arbeitet der Designer mit einem geübten Auge, geschehen die hier gezeigten Verknüpfungen zwischen Bild und Text im Arbeitsprozess meistens unterbewusst. Machen wir uns aber vorher schlau, können wir die Doppelseite noch attraktiver gestalten.

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